Sozialethischer Workshop

16.03.2024, 10:00 Uhr

" Die Friedensehtik der Päpste"-Was sagen die Päpste grundsätzlich zu Krieg und Frieden – und wie nah ist dies an der Wirklichkeit?

Ukraine-Krieg, Nahost-Konflikt: Bei beiden Gewaltausbrüchen wird Papst Franziskus vorgeworfen, sich nicht eindeutig genug auf die Seite der Angegriffenen zu stellen. Gleichzeitig erhofft man sich, dass er als Vermittler auftritt. Die hohen Erwartungen sind verständlich. Einerseits ist der Papst eine weltweit geachtete moralische Instanz, andererseits verfügt der Vatikan als Staat über diplomatische Kanäle. Als Friedenspapst ist Benedikt XV. in die Geschichte eingegangen. Im 1. Weltkrieg mahnte er pointiert ein Schweigen der Waffen an. In seiner Enzyklika „Pacem, Dei munus pulcherrimum“ (1920) spricht er von einer „Pflicht der Völker, Beleidigungen zu verzeihen und sich brüderlich zu versöhnen“. Seine politischen Friedensinitiativen blieben jedoch erfolglos.